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Proportionaltechnik

Unstetige Regelung

Ein Prozessverlauf, der sich in Schritten vollzieht, wird als unstetig bezeichnet. Der unstetige Regler greift mit kurzen Schaltsprüngen und stets gleicher Energiehöhe in diesen Prozess ein. Unstetige Regler werden daher auch schaltende Regler genannt.

Die Stellfunktion wird von unstetigen Reglern durch eine Abfolge von Energieimpulsen ausgeübt. Diese Impulse besitzen Einwirkzeiten mit festliegender Energiehöhe, jedoch begrenzter Einwirkdauer. Zweipunktregler, wie sie in der Hausgeräte- und Heizungstechnik vorherrschen, weisen lediglich zwei Stellwerte auf: „Ein“ bzw. „Aus“. Nachteilig ist dabei, dass beim sprunghaften Einschalten ein stoßartiger Betrieb ausgelöst wird. Außerdem ist das Schwanken des Istwertes um den Sollwert unvermeidlich. Die Intervallhöhe, in der die Regelgröße ständig zwischen Ein- und Ausschaltpunkt pendelt, wird als Schwankungsbreite bzw. Schwingungsbreite bezeichnet. Diese Breite ist das kennzeichnende Merkmal für Unstetigkeit. Eine oder mehrere Zwischenstufen neben den Ein-Aus- Stellungen gibt es beim 3- oder Mehrpunktregler. (Beispiel Klimaanlage: Heizen - neutral - kühlen).