


Stetige Regler dagegen greifen ununterbrochen in den Prozess ein und üben so die Stellfunktion aus. Der Stellvorgang verläuft permanent. Innerhalb des definierten Stellbereichs kann die Stellgröße jeden beliebigen Wert einnehmen. Dabei werden zeitlich andauernde beliebige Stellsignale zwischen 0 und 100% abgegeben.
Eine schwere Masse soll beispielsweise sanft angefahren und wieder abgebremst werden. Beim unstetigen Regler müsste zunächst mit der Geschwindigkeit V1 und V2 angefahren werden. Danach würde die Masse mit konstanter Geschwindigkeit V3 vorwärtsbewegt und schließlich mit den Geschwindigkeiten V4 und V5 wieder abgebremst werden (Bild rechts). Daraus ergibt sich ein stufenförmiger Geschwindigkeitsanstieg bzw. -abstieg. Die scharfen Ecken der Geschwindigkeitstreppen werden durch den Volumenstrom und die Trägheit des Zylinders etwas ausgeglichen. Um nun die Schwankungsbreite zu verringern bzw. zu kleineren, sanfteren Stufen zu gelangen, ist ein hoher regelungstechnischer Aufwand nötig.
Dieser Aufwand kann durch Einsetzen eines Stetigventils stark reduziert werden. Die Funktion eines Wegeventils (Richtungswahl, Start und Stop) oder Geschwindigkeiten von Zylindern oder Motoren können mit Hilfe des Stetigventils stufenlos gesteuert werden. Schaltschläge werden vermieden. Außerdem können jederzeit beliebige Fahrgeschwindigkeiten der Zylinder und Motoren vorgegeben werden.
